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Niederkirchspiel

Niederkirchspiel werden die auf dem Vorderhunsrück gelegenen Ortsbezirke der Stadt Boppard genannt. Hierzu zählen Herschwiesen mit dem Ortsteil Windhausen und Oppenhausen mit dem Ortsteil Hübingen sowie Buchholz, Udenhausen und die zur Ortsgemeinde Brodenbach gehörenden Ortsteile Kröpplingen und Stabenhof.

Der Name entstand als Abgrenzung zum sogenannten Oberkirchspiel Halsenbach. Während sich die Bezeichnung Niederkirchspiel gehalten hat, ist der Begriff Oberkirchspiel heute nicht mehr gebräuchlich.

Das Wort Kirchspiel wird seit dem Mittelalter verwendet und bedeutet soviel wie Pfarrbezirk.

Es setzt sich zusammen aus „Kirche“ und „Spiel“, wobei spiel vermutlich von mittelhochdeutschen spel = Rede, Erzählung, Predigtkommt. Die Bedeutung wäre folglich „Kirchenpredigt-Bezirk“, also ein Bezirk, in dem ein Pfarrer predigt und die kirchlichen Amtspflichten ausübt.

Die Geschichte unseres Niederkirchspiels in Kürze:

1241 erste Erwähnung der Kirche zu Heirrichiswiese

1476 Einrichtung einer von Boppard losgelösten Filialkirche als eigenständige Pfarrei in Herschwiesen und Zusammenfassung der Ortsbezirke zu einem Kirchspiel

476 Jahre später ->

1952 Udenhausen kommt zur Pfarrei Nörtershausen

17 Jahre später ->

1969 Buchholz wird selbständige Pfarrei

53 Jahre später ->

2022 Die Pfarreien Buchholz und Herschwiesen gehen in der neuen Pfarrei Mittelrhein St. Josef auf.

Mit der Fusion zur neuen Pfarrei Mittelrhein St. Josef wurde somit wieder zusammengeführt, was vor 546 Jahren getrennt wurde. Das Wort Niederkirchspiel bleibt jedoch in unserem Sprachgebrauch erhalten.