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Orgel in St. Sebastian Buchholz

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Am 12. Dezember 2014 wurde in Boppard-Buchholz. St. Sebastian die neue Pfeifenorgel von Hubert Fasen, Oberbettingen eingeweiht.

Damit fanden Überlegungen eine überzeugende Realisierung, die bereits im Jahr 1970 begannen. Damals fragte der Archi­tekt des Gemeindezentrums, Prof. W. Förderer beim damaligen Orgelsachverständigen des Bistums, Domkapellmeister R. Heinemann nach dem Platzbedarf einer Orgel im Kirchenraum mit 400 Sitzplätzen.

Im Jahr 1978 wurden acht Angebote verschiedener Orgelbauer mit Registerzahlen zwischen 12 und 18 von Domorganist W. Oehms geprüft. Pfarrer A. Mohr urteilte:

"Die Preisfrage wollen wir zunächst einmal außer Acht lassen, denn eine Orgel wird nur einmal angeschafft, und dann sollte man sich für etwas Ordentliches entscheiden. Ist es dann zu teuer, müssen wir eben noch weiter sparen."

Offensichtlich waren die Angebote tatsächlich zu teuer und es wurde zunächst ein einmanualiges Walcker-Positiv als In­terimsinstrument beschafft.

Nachdem zwischenzeitlich sogar an den Kauf eines elektronischen Instruments gedacht worden war, lagen seit 2011 wieder Angebote für eine größere Pfeifenorgel vor. Das Angebot von Orgelbaumeister Fasen vom 3. Januar 2011 zum Orgelneubau unter Verwendung gebrauchter Orgelteile wurde nach einem mutigen richtungsweisenden Beschluss des Orgelbauvereins weiterverfolgt.

Statt des zu dicht und zu massig am Altarraum gelegenen ersten Planungsentwurfs wurde nach einem Ortstermin mit dem Architekten J. Eltges von der Bischöflichen Baubehörde der vom Kirchenarchitekten ursprünglich vorgesehene Orgelstandort in die Überlegungen einbezogen.

Durch ein anfangs nicht zu erwartendes Spendenaufkommen konnte die Disposition von 15 Registern auf 28 klingende Stimmen erweitert werden. Insbesondere die Vielfalt der Zungenstimmen, die Selbständigkeit des Pedalwerks, die Optik des Prospekts mit den Spanischen Trompeten, Nebenregister wie Glockenspiel, Cymbelstern und Nachtigall sowie technische Möglichkeiten der BUS-Steuerung der Traktur wie Setzerkombinationen, Subkoppeln, Extensionen, Transmissionen, Tastenfessel und Transponiereinrichtung sind noch in den letzten Planungsstadien weiterentwickelt worden.

Die Klänge der Orgel entfalten sich im Kirchenraum zwar präsent und deutlich, aber nicht zu trocken. Durch die geschickte Aufstellung des Spieltischs kann der Organist sowohl den Altarraum überblicken als auch den Kontakt zu Sängern, Instrumentalisten und der versammelten Gemeinde halten. Die vielseitige Disposition ist zwar in erster Linie auf barocke Musik ausgerichtet, eröffnet allerdings durch die mischungsfähige künstlerische Intonation erstaunliche Möglichkeiten auch zur Darstellung der Musik anderer Epochen bis zur spontanen Improvisation.

Pedal: C-f'

(Windladen und Pfeifen aus der Walcker­Orgel von 1968 in Irrel, St. Ambrosius)

1.     Subbass 16' (Walcker)

2.     Octavbass 8' (Walcker)

3.     Gemshorn 8' (Walcker)

4.     Choralbass 4' (Laukhuft)

5.     Pedalflöte 4' (Lager Fasen)

6.     Posaune 16' (Walcker)

7.     Spanische Trompete 8' (Transmission, neu, Jann)

8.     Spanische Trompete 4' (Transmission, neu, Jann)

9.     Pedalkoppel I

10.   Pedalkoppel II

Hauptwerk: I. Manual, C-g'"

(2 Windladen und Pfeifen aus der Willi­Peter-Orgel von 1958 in Düsseldorf-Urdenbach, evangelische Dorfkirche)

11.  Principal 8'
       (C -H Prospekt aus Lager Fasen, ab c° neu, Jann)

12.  Holzflöte 8'
       (C-H gemeinsam mit Gedackt 8', Peter)

13.  Gedackt 8' (Peter)

14.  Salicional 8'
       (Lager Fasen, aus England)

15.  Octave 4' (Lager Fasen)

16.  Rohrflöte 4' (Peter)

17.  Nasat 2 2/3' (Peter)

18.  Superoctave 2' (Peter)

19.  Terz 1 3/5' (Lager Fasen)

20.  Mixtur 3-4fach 1 1/3' (Repetitionen bei g°, g', g", Peter)

21.  Trompete 8' (Peter)

22.  Vox humana 8' (neu, Jann)

23.  Spanische Trompete 8' (Einzeltonansteuerung, neu, Jann)

24.  Spanische Trompete 4'
       (Extension, neu, Jann)

25.  Glockenspiel (c°-d", neu, Laukhuft)

26.  Tremulant

27.  Manualkoppel II-I

28.  Subkoppel II-I

Hinterwerk: II. Manual, C-g'"

(Windlade und Pfeifen aus der Willi­Peter-Orgel von 1956 in Leverkusen­Manford, evangelische Johanneskirche, Chororgel)

29.  Rohrflöte 8' (Peter)

30.  Quintade 8' (Peter)

31.  Praestant 4' (Peter)

32.  Flaut 4' (Peter)

33.  Sifflöte 2' (Peter)

34.  Quinte 1 1/3' (Peter)

35.  Krummhorn 8' (Peter)

36.  Spanische Trompete 8' (Transmission)

37.  Spanische Trompete 4' (Transmission)

38.  Glockenspiel (Transmission)

39.  Subkoppel II

40.  Tremulant

Nebenregister

41.  Cymbelstern (neu, Heuss)

42.  Nachtigall (neu, Fasen)

 

Klaus Evers unter Verwendung der Orgelakte des Bischöflichen Generalvikariats und der Angaben von Orgelbaumeister Hubert Fasen