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Brummender Bestäuber

Bild: Andreas Kröner
In: Pfarrbriefservice.de

 

Frühlingsgefühle

Frühling! Das ist dieses Gefühl von Aufbruch, Motivation, Neubeginn. Die Menschen, sie lechzen nach dem kalten, düsteren Winter nach Sonne, Wärme, Luftigkeit. Wollen raus in die Welt, ans Licht. Wollen frei sein, sind hungrig nach Leben. 
Wie die Pflanzen, die die Erde wie einen dicken Wintermantel abschütteln. Krokusse, die ihre flieder-weiß-gescheckten Köpfchen in die Sonne strecken. Die Träubel der Hyazinthen, deren Blüten in rauschendem Purpur aufplatzen. Feuerrote Tulpen, die in den stahlblauen Himmel leuchten.

Doch in diesem Jahr ist da kein Frühlingsgefühl. Kein Gefühl von Ausbruch oder Freiheit. Stattdessen tiefster Winter. Es scheint, als wäre die Welt eingeeist. Als hätte der Winter verschlafen, vergessen zu gehen. Als schwappe seine Dunkelheit, seine Schwere hinüber in den Frühling. Wie eine schwarze, düstere Welle. Die den Menschen Hoffnungslosigkeit bringt, Resignation, Verzweiflung. Ihnen die Perspektive raubt. Weil da kein Ziel ist.

Aber die Menschen, sie sehnen sich nach Frühling. Sehnen sich nach Unbeschwertheit, Leichtigkeit. Es ist, wie der junge Musiker Fabian Wegerer in einem seiner Lieder singt: „Mein Kopf feiert Frühling“. Ja, das tut er. Das tut mein Herz. Das tut meine Seele. Vielleicht ist es das, was einen trägt in diesen Tagen, was einen durchhalten, hoffen lässt. Das Träumen, das Sinnieren, das Fantasieren vom Frühling. Wie singt Fabian Wegerer weiter: „Nach jeder noch so langen Eiszeit, feiert der Sommer sein Comeback.“
Er wird kommen, der Frühling, der Sommer nach dieser Pandemie. Und er wird größer und großartiger werden, als ihn die Menschen je erlebt haben. Da wird pure Lebensfreude sein, geladene Energie, unendliche Freiheit. Die Menschen werden das Leben neu schätzen. Sie werden genießen. Sie werden feiern! 

 

Text: Ronja Goj
In: Pfarrbriefservice.de

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